30 Jahre Eltern Kind Zentrum!

 

Wir präsentieren den

„Jahrmarkt der perfekten, imperfekten, präsenten, futuristischen,…Beiträge" zu unserem Geburtstag:

 

 Brigitte Mika Schmidl

 

Fotocollage Christian Böhm

 

 

  Limerick von Walter Derschmidt, als Kanon vertont

 

Geburtstagszeichnungen von Nella Zollner-Scheiterbauer

 

 

Wenn ich mich an das EKiZ zurückerinnere, fällt mir sofort der "Tag der offenen Tür"  mit dem Geschichtenerzähler ein. An die Geschichte der Prinzessin, welche im fernen Land ihr Glück zu finden hoffte, kann ich mich nach all den Jahren immer noch erinnern.

Laura Böhm, 26 Jahre

 

Erinnerungen an die schönen Zeiten im EKIZ:

Ich wohne seit 33 Jahren in der Dragonerkaserne, mein (späterer) Mann seit 31 Jahren. Vor 30 Jahren zog ein gewisses EKIZ unter uns ein. Da dies mit der Geburt meiner Tochter Andrea zusammenfiel, mit der es kl. Stillprobleme gab, besuchte ich das EKIZ montags in der Stillberatungsrunde. Wir waren also bei den ersten Besuchern dabei. Das gemütliche Beisammensein mit Müttern mit ähnlichen Problemen und die kompetente Beratung der damaligen „Crew“ entspannte uns und ich konnte Andrea 8 Monate stillen.

Es kamen dann die Babymassage und das Babyschwimmen und die Krabbelgruppe und später die verschiedensten Spielgruppen dazu, sodass wir beide fast täglich von 9 bis 11 „drunten“ waren. Als dann 1 ¾ Jahre später Sohn Florian zur Welt kam, war er selbstverständlich mit dabei. Auch er wurde 8 Monate gestillt. Das Angebot wurde um Montessori- und Pickler-Gruppen (Selbstständigkeit!), um Kasperltheater, Schattenspielen und Märchenstunden usw. erweitert, sodass es auch Nachmittagsbesuche unsererseits gab.

Wenn ich heute mit den Kindern über diese Zeiten spreche, fallen ihnen u.a. die Sprossenwand mit Rutsche und Matratze(n), Salzteigkneten und -durchpressen durch ein Sieb, sodass „Spaghetti“ entstanden, Sandspiele(n), lustige Kreisspiele, Singen, Tanzen und Musizieren (mit ORFF-Instrumenten), das Verkleiden, das Malen und Basteln, das Kugelspielen, das Ordnen von Dingen und das Wasserschütten ein.

Meine Kinder fühlten sich im EKIZ immer sehr wohl und schon fast wie zu Hause und ich gehörte fast zum Inventar, da ich auch abends Seminare oder Vorträge oder Kurse besuchte. Die Familien-und Erziehungsberatung, z. B. „Authentische Bedürfnisse von Kleinkindern“ haben mir persönlich sehr geholfen. Auch der Erfahrungsaustausch mit anderen Müttern (und Vätern) in Erziehungsfragen und über Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder ist mir in sehr wertvoller Erinnerung. Im EKIZ wurde mir das Rückgrat gestärkt gegenüber dem Partner, der eigenen Mutter oder anderen Besserwisserinnen in Erziehungsfragen. Mit ein paar ehemaligen EKIZlerInnen habe ich noch sporadischen Kontakt.

Dass meine Kinder im Kindergarten, in der Schule und später im Studium und jetzt im Beruf keine (sozialen) Probleme hatten und haben, sind meiner Meinung nach die Erfahrungen mit anderen unterschiedlichsten Kindern, denen sie im EKIZ begegneten und mit denen sie sich im wahrsten Sinne des Wortes „auseinandersetzten“, die ursächlichen Gründe. Es wurde manchmal „beinhart“ gestritten und geweint, aber vor allem sehr viel miteinander gespielt und gelacht. Mit ein paar „Kindern“, inzwischen junge Erwachsene, sind sie immer noch befreundet!!!

Beide Kinder verließen das EKIZ mit dem Schuleintritt und gingen jeweils mit 20 Jahren nach Wien studieren. Andrea war mit 17 ein Jahr in Australien (Schüleraustausch) und nach der AHS-Matura ein Jahr mit JugendeineWelt als Volontary in Mali und studierte dann Anthropologie, Ethnologie (Uni) und soziale Arbeit (FH) (2x bachelor). Sie arbeitet in einem Wiener Frauenhaus als Sozialarbeiterin. Florian studierte nach der HAK-Matura und dem Sozialen Jahr in einem Altersheim auf der FH Marketing and Sales (bachelor) und Communication-Management (master) und arbeitet in der Sparkasse Linz im Marketing. Ihre Erfolge begannen im EKIZ mit dem Bilden von Selbstbewusstsein und gleichzeitiger Rücksichtsnahme, mit dem Geben und Nehmen und mit dem Lernen von Durchsetzen und Nachgeben.

Ich selbst besuchte noch das eine oder andere Fest oder einzelne „Vorträge“, aber leider war ich beim 20-Jahr-Jubiläum das letzte Mal drinnen. Jedoch vorbeigehen kann ich immer noch nicht, ohne durch das Fenster zu schauen, was los ist, oder einen Schritt durch die „neue“ Tür zu gehen, um ein paar Worte mit den „Sekretärinnen“ Edith, Maria, Natascha oder wer immer gerade Bürodienst hat, zu wechseln ( - soll als Zeichen der Verbundenheit gelten).

Bei einem dieser Pläuschchen hat mir Edith das neue Programm in die Hand gedrückt, das ja soooooo umfangreich (geworden) ist (Es platzt ja vor Angeboten – herzliche Gratulation!!!) und hat mich in das rote Zelt eingeladen, das ich am Mi., 8. 9. um 18 Uhr mit 8 Frauen bei den „Healing Songs mit Anne“ besuchte und habe mich auf lustvolle Weise durch Singen in meine Mitte führen lassen. Ja, das eine oder andere Mal werden wir uns schon noch oder wieder „drinnen“ sehen, spätestens bei/mit den Enkerln, die allerdings erst kommen müssen!

Mein 28-jähriger Sohn Florian und vor allem meine 30-jährige Tochter Andrea und ich (63-jährige Pensionistin) danken dem EKIZ „Klein & Groß“ und wünschen zum 30-jährigen Jubiläum alles alles Liebe, Gute und Schöne und weiterhin vieeel Erfolg!!! 

Renate Rabeder